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Selbstmitgefühl & Wertschätzung. Wie du deine Beziehung auch ohne Babysitter stärkst

Selbstmitgefühl & Wertschätzung. Wie du deine Beziehung auch ohne Babysitter stärkst

Selbstmitgefühl und Wertschätzung - wie du deine Beziehung ohne Babysitter stärkst

Beziehung stärken ohne Babysitter - wie Wertschätzung und Selbstmitgefühl helfen. Titel steht vor einem türkisen Hintergrund, es gibt Schmuckelemente, aber keine weiteren Inhalte.

Als Beziehungsberaterin und als Elternteil erlebe ich täglich, wie herausfordernd es für die Paarbeziehung sein kann, Eltern kleiner Kinder zu sein. Der Wunsch, einfach mal durchzuschlafen oder einen Moment der Ruhe zu genießen, ist bei vielen meiner Klient*innen (und bei mir selbst 😅) sehr deutlich spürbar und präsent. Doch was, wenn genau diese Wünsche nach Entlastung im Alltag unerfüllbar scheinen?

Die Herausforderung annehmen

Elternsein ist oft eine Phase intensiver Fremdbestimmung und Stress. Doch anstatt sich in diesem Strudel verloren zu fühlen, möchte ich euch ermutigen, eure Partnerschaft als Stütze zu betrachten.

Und ja, auf der praktischen Ebene könnt und solltet ihr über eine faire Aufgabenverteilung sprechen – heute geht es jedoch im Kern darum, wie ihr mit dem Aufgabenvorkommen umgehen könnt, das einfach nicht zu vermeiden ist. Und das dennoch zu viel ist.

Ich bin überzeugt, wenn ihr diese Zeiten gemeinsam durchsteht, ohne euch gegenseitig dauerhaft auf den Mond zu wünschen, ist das für eure Beziehung auf Dauer ein riesiger Gewinn. 💛

Beginnt mit kleinen Schritten

Viele gut gemeinte Ratschläge, wie zum Beispiel regelmäßige Date Nights, scheitern an der Realität des Elternseins. Wenn schon fünf Minuten Ruhe für ein Gespräch fehlen, wie soll dann ein ganzer Abend möglich sein? Hier ist aus meiner Perspektive ein Umdenken gefragt, um eure Beziehung da zu stärken, wo ihr seid – mit dem, was ihr habt.

Es geht darum, niedrigschwellige Ansätze zu finden, die eure Beziehung entlasten können. Überprüft eure eigenen Ansprüche und fragt euch: Was ist wirklich notwendig? Manches kann vielleicht tatsächlich noch gestrichen, verschoben oder ausgelagert werden. Und wenn dann immer noch zu viel übrig bleibt? Dann sind diese beiden Ansätze eure Lebensretter: Selbstmitgefühl und Wertschätzung.

Selbstmitgefühl als Schlüssel

Die US-amerikanische Forscherin Kristin Neff hat in ihrem Buch „Selbstmitgefühl – Wie wir uns mit unseren Schwächen versöhnen und uns selbst der beste Freund werden(Affiliate-Link) gezeigt, wie wichtig Selbstmitgefühl für unser Wohlbefinden und unsere Beziehungen ist. Sich selbst Fehler und Unzulänglichkeiten zu vergeben, ist nicht nur der erste Schritt, dich selbst friedlicher und ruhiger zu fühlen, sondern auch, um mit deiner Partnerperson nachsichtiger zu sein.

Denn da, wo es uns gelingt, uns selbst gegenüber sanft und verständnisvoll zu begegnen, fällt uns das auch im Umgang mit unserer Partnerperson leichter. Und falls du merkst, dass das noch eine echte Herausforderung für dich ist: versuch mal, dich daran zu erinnern, wie du mit deinem Kind oder deinen Kindern umgehst. Wenn sie wütend sind, Mist bauen oder Dinge auf eine Art machen, die ungünstig oder vielleicht sogar verletzend ist. 

Klar kann man nun einwenden, dass es ja eben noch Kinder sind – aber so, wie wir versuchen, unseren Kindern auf Augenhöhe und ohne Adultismus zu begegnen, so sehr würde ich mich wünschen, dass wir unseren Partnerpersonen mit dem selben Mitgefühl und der gleichen offenen Neugier für ihre Beweggründe begegnen. Das kann echte Veränderung bewirken. 🫶

Wertschätzung im Alltag

Erkennt die kleinen Dinge an, die euer Partner gut macht. Ein einfaches Lob oder ein dankbares Lächeln kann Wunder wirken und eine positive Spirale in eurer Beziehung in Gang bringen.

Und auch hier: wenn du gerade arg damit strugglest, dass du überlastet bist und alles an dir hängen bleibt, ist das möglicherweise nicht ganz leicht vorstellbar, deiner Partnerperson Dankbarkeit und Wertschätzung für basic stuff zukommen zu lassen. I get it. Und gleichzeitig hast du da eine richtig mächtige Stellschraube in der Hand dafür, wie eure Beziehung und euer Miteinander gestaltet sind.

Falls du jetzt sagst, „Nadine, schon klar. Aber warum muss ICH denn das jetzt auch schon wieder in Gang bringen? Warum kann nicht meine Partnerperson ihr eigenes Gewicht in dieser Beziehung tragen und vielleicht ja mal mir entgegen kommen?“ – dann kann ich nur sagen: ich würde es dir so wünschen. Und du hättest das verdient! Wir alle verdienen das. 

Und gleichzeitig. Gleichzeitig ist es meine Haltung, dass wir mit dem arbeiten, was eben da ist. Solange das eine Partnerperson ist, die nicht gelernt hat, ihren Teil der Arbeit zu tun, konzentrieren wir uns auf den Teil, auf den du Einfluss nehmen kannst. Hilft ja nüscht. Die Entscheidung, es so zu lassen, wie es ist (oder es nicht mehr so mittragen zu wollen), bleibt dir jederzeit. 

Also, zurück zur Wertschätzung: auch, wenn es weh tun kann, die Lücke zu spüren aus der Wertschätzung, die man selbst verdient und die einem nicht (in stimmigen Maße) entgegengebracht wird – der Partnerperson selbst Wertschätzung gegenüber zu äußern, kann nicht nur dabei helfen, die Atmosphäre zwischen euch deutlich positiver zu gestalten. Es gibt dir zusätzlich ein Gefühl von Selbstwirksamkeit (zurück). 

Du bist nicht allein davon abhängig, was deine Partnerperson tut oder nicht tut. Sondern du hast selbst eine Stellschraube in der Hand, um aktiven Einfluss zu nehmen auf die Art und Weise, wie ihr miteinander umgeht. Mit dem du bestenfalls eine positive Spirale in Gang setzt, die am Ende auch dich trägt und erleichtert.

Fazit

Die Elternzeit kleiner Kinder ist zweifellos herausfordernd. Indem du jedoch übst, mit dir selbst und miteinander sanfter umzugehen, kann es gelingen, diese Zeit nicht nur als Ausgabe auf dem Beziehungskonto zu verbuchen, sondern vielleicht sogar in eure gemeinsame Zukunft zu investieren.

Ich lade dich herzlich ein, diese Ideen auszuprobieren und mir gerne jederzeit von deinen Gedanken und Erfahrungen zu erzählen – zum Beispiel auf Instagram

Außerdem biete ich dir über mein Steady die Gelegenheit, ein- bis zweimal im Monat in einer Live-Fragerunde mit mir und anderen tollen Menschen zusammen zu kommen und ganz in Farbe und in echt mit mir über diese Themen zu schnacken. Ich freu mich riesig, wenn wir uns da sehen! Hops gleich mal rüber zu Steady und check aus, ob das was für dich sein könnte! 🙂

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